Various & Gould

12. Mai 2016

Workshop
am Sa, 28.05.2016
mit Various & Gould

14 – ca. 17 Uhr / Ab 12 Jahren
Lehrter Straße 23, 10557 Berlin, Rückseite des Altbaus

Various & Gould

Die in Berlin lebenden Künstler Various & Gould, arbeiten seit 2005 als Duo zusammen. Im Jahr 2010 haben beide ihr Studium an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee abgeschlossen.

Various & Gould sind Grenzgänger auf verschiedenen Gebieten. Sie stehen für die schlichte aber wirkungsvolle Formel: 1 + 1 = 3. Gemeinsame Interessen wie die Liebe für Papier, die Begeisterung für zufällige Schönheit im Alltag und vor allem die Arbeit im öffentlichen Raum, bilden die Grundlage für ihre Kollaboration. Siebdruck und Collage sind ihre Leidenschaft.

Auf meist spielerische Weise nehmen sie sozialrelevante Themen wie Arbeit, Migration, Gender, Tod, Globalisierung, Religion oder die Finanzkrise in Angriff. Ihre Werke sind beeinflusst von (politischer) Plakatgrafik, Dada und Pop Art. Sie zeichnen sich oft durch eine starke Farbigkeit und eine vieldeutige Verknüpfung von Symbolen, Assoziationen und Stilen aus.

Zur Arbeitsweise
Im Workshop des Urban-Art-Duos Various & Gould ist Teamgeist gefragt, und wird Spaß geboten! Zusammen mit allen TeilnehmerInnen und unter Einsatz von Acrylfarbe, Sprühdosen und Schablonen entsteht ein Gemeinschaftswerk, auf das am Ende alle stolz sein können. (Es werden keine Vorkenntnisse benötigt.)

„Die Vergänglichkeit ist unser Freund“
Interview mit dem Künstlerduo Various & Gould

header_various_gould5

Als Duo haben Sie schon viele aufsehenerregende Kunstprojekt im öffentlichen Raum umgesetzt. Welche Bedeutung hat diese spezielle Form von Kunst für Sie?

Kunst im öffentlichen Raum ist ungemein wichtig für das Gemeinwesen. Sie ist ein sehr demokratisches Angebot, eine Form der Partizipation, also der direkten Beteiligung an der Gestaltung unserer urbanen Umgebung. Die Straße wird dabei zum Medium, über das man Botschaften senden und auf ganz unterschiedliche Weisen mit seinen Mitmenschen kommunizieren kann. Zudem ist hier das Publikum weit größer und vielfältiger als bei einer Ausstellung in einer Galerie. Man muss eben nicht erst durch eine Tür gehen. Die Straße ist weder ein privater noch ein kommerzieller Raum, in den man sich gezielt begeben müsste. Sie ist für alle da und hat rund um die Uhr geöffnet.

Öffentliche Kunstwerke sind aber nicht sehr haltbar, sie werden oft schnell übermalt. Wie lebt man als Künstler mit dieser Vergänglichkeit?

Wir betrachten die Vergänglichkeit unserer Kunst als Freund. Wir nehmen sie an und sehen sie als Teil unserer Arbeit. Man muss loslassen können. Alle Kunstwerke haben ein eigenes Leben, und das ist gut so. Wir sehen das als etwas Organisches, etwas Fließendes. Das können wir nicht dauerhaft kontrollieren und wollen es auch gar nicht. Wir lassen los und gehen weiter. Nach der Arbeit ist vor der Arbeit.

Und doch machen Sie nicht nur Street-Art.

Nein. Dieses Klischee von Künstlern, die auf der Straße angefangen haben und deren Werke heute in Galerien hängen, trifft auf uns nicht zu. Wir haben von Anfang an auf beiden Ebenen gearbeitet.

Was genau erwartet interessierte Anwohner in Ihrem Workshop?

Vor allem Teamwork und Spaß. Wir wollen zeigen, wie man gemeinschaftlich so arbeiten kann, dass das Ergebnis nicht in Einzelteile zerfällt, sondern ein wirkliches Kunstwerk entsteht, auf das wir am Ende alle stolz sein können. Das ist für uns das Wichtigste.