Christian Awe

12. Mai 2016

Workshop
am Fr. 03.06.2016
mit Christian Awe

14 – ca. 17 Uhr / Ab 8 Jahren
Lehrter Straße 23, 10557 Berlin, Rückseite des Altbaus

Christian Awe

1978 geboren in Berlin
2005 Absolvent Universität der Künste, Berlin – Professor Georg Baselitz
2006 Meisterschüler Universität der Künste, Berlin – Professor Daniel Richter
2011 Artist in Residence, Princeton University

Christian Awe lebt und arbeitet in Berlin. Er engagiert sich für eine Vielzahl von Sozial- und Kulturprojekten, hält Vorträge und unterrichtet an diversen Bildungseinrichtungen, wie der Justus-Liebig-Universität in Gießen, der Universität der Künste und der ESMT in Berlin.

Seine weltweit gemalten Wandbilder im öffentlichen Raum, u.a. die beiden in Berlin, eines in Lichtenberg an der Frankfurter Allee, das andere an der Hauptstrasse in Schöneberg, nehmen Stellung zu Themen wie „Freiheit“, „Toleranz“, „Respekt“, „Lebensfreude“ und „Integration“.

All diese Werte stehen auch für das Kunstprojekt „Lehrter Strasse“, das Christian Awe aktiv mitträgt.

„Nachbarschaft mit Kunst umgestalten“
Interview mit dem international renommierten Berliner Künstler Christian Awe

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Herr Awe, was bedeutet für Sie Kunst im öffentlichen Raum?

Kunst ist der Kitt, der unsere Gesellschaft zusammenhält, ein Identifikationspunkt auch. Bei Kunst am Bau oder allgemein im öffentlichen Raum wird das offensichtlich. Man kann mit Kunst ganze Nachbarschaften nachhaltig umgestalten. In Miami zum Beispiel ist es mit einem Projekt, an dem ich beteiligt war, gelungen, einen klassischen sozialen Brennpunkt mit künstlerischen Mitteln wieder lebenswert zu machen.

Welche Kunstprojekte könnten Sie sich für die Lehrter Straße vorstellen?

Hier gibt es mit der langen Backsteinmauer einen perfekten Ort für temporäre Projekte und mit dem neu entstehenden Quartier auch die Möglichkeit, Kunst dauerhaft zu integrieren. Außerdem ist die Nachbarschaft hier sehr aktiv, die sollte man mit einbinden.

Sie kennen die Straße schon länger?

Ja, ich habe früher im Poststadion regelmäßig Basketball gespielt, und Freunde hatten hier Ateliers. Die Straße war damals ein Durchgangsort, ist aber inzwischen aus ihrem Dornröschenschlaf erwacht. Das wird ein sehr interessanter Kiez.